Willkommen auf der Internetseite für Studierende mit Migrationshintergrund
Ich freue mich, dass Sie sich für meine Arbeit interessieren. Mein Name ist Aicha Bah-Diallo. Geboren bin ich in Guinea-Conakry und lebe seit fünfzehn Jahren in Deutschland. Dort engagiere ich mich ehrenamtlich im Bereich Integration, Bildung und Entwicklungspolitik.
Studieren und Arbeiten in Deutschland
Ich vernetze Menschen, Organisationen und Vereine untereinander und informiere sie über Veranstaltungen, Workshops und Seminare, die in Frankfurt am Main und Umgebung stattfinden. Ferner halte ich Vorträge und empfehle Referenten weiter.
Mein Studium absolvierte ich an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Dort studierte ich Politikwissenschaft und Soziologie.
Mein persönliches, soziales Engagement liegt darin, dass ich weiß, wie schwer es ist in einem neuen Land anzukommen, mit einer neuen Sprache und einer fremden Kultur konfrontiert zu werden. Ich
möchte meine Erfahrungen mit anderen teilen und ihnen Mut machen.
Als ich zum studieren nach Deutschland kam war ich "ausländische Studentin", danach wurde aus mir eine "ausländische Mitbürgerin" und heute bin ich eine "Deutsche mit
Migrationshintergrund". Die Begriffe ändern sich aber eine richtige Integrationsdebatte auf Augenhöhe hat immer noch nicht stattgefunden.
Besonders liegt mir die berufliche Integration von ausländischen Studierenden am Herzen.
2009 betrug die Zahl der in Deutschland lebenden AusländerInnen* 6,7 Mio (BAMF). Viele von ihnen sind Studierende aus dem afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Raum.
Mit einer begrenzten Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, fällt es ihnen sehr schwer das Studium abzuschließen. Viele leben in einer sehr prekären Lage, müssen ihr Studium und Leben selbst finanzieren und manche ihre Familie in der Heimat zusätzlich finanziell unterstützen.
Die Möglichkeiten für studierte Nachwuchskräfte aus o.g. Regionen in Deutschland tätig zu werden sind jedoch verschwindend gering. Zwar gehören z.B. interkulturelle Kompetenz, Mehrsprachigkeit und ein starkes persönliches Interesse zum Qualifikationsprofil vieler, dennoch ist die Zahl der eingestellten MigrantInnen, die in Deutschland leben, überraschend gering. Oft scheitern BewerberInnen an Anforderungen wie dem Nachweis von Praktika, muttersprachlichen Deutschkenntnissen, Auslandsaufenthalten und sonstigen Zusatzqualifikationen. Dabei wird außer Acht gelassen, dass äußere Einflüsse und Umstände für die meisten Betroffenen eine bessere Qualifizierung erschweren. Arbeiten neben dem Studium, der Aufenthaltsstatus, der die Arbeitssuche hemmt, oder zu geringe Förderung der bereits erworbenen Fähigkeiten sind nur einige Gründe.
Ich möchte zur Verbesserung der rechtlich-politischen Rahmenbedingungen für die Integration von Studierenden mit Migrationshintergrund beitragen.
Wenn Sie interessiert sind, mitarbeiten oder sonstige Beiträge leisten möchten, können Sie sich unter Projekt " Verbesserung der beruflichen Chancen von Studierenden mit Migrationshintergrund" weiter informieren.
